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Servolab Science News N°1: Gefährliche Verstrickungen

ABSTRACT

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die durch ein Virus aus der Familie der Coronaviren verursachte Krankheit COVID-19 genannt, die zur größten Pandemie des 21. Jahrhunderts geworden ist, da sie sich auf allen Kontinenten ausgebreitet hat und gesundheitliche, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen auf alle Länder hat. Klinische und Laborbefunde weisen auf die starke Beteiligung von Eisen und dem oxidativen Status des Organismus beim Fortschreiten der Krankheit hin.

Eisen und Sauerstoff sind in lebenden Organismen in einer heiklen Beziehung miteinander verbunden, in der reaktive Spezies erzeugt und von der Zelle für Zellsignalisierungsprozesse und für die Expression lebenserhaltender Gene genutzt werden. Dieses Gleichgewicht wird durch eine robuste biochemische Antioxidantien-Maschinerie aufrechterhalten. Auch Viren benötigen Eisen für eine effiziente Replikation, da sie für ihren Fortbestand auf die Zelle angewiesen sind, da die virale Replikation mit einer Steigerung des zellulären Stoffwechsels für den Aufbau des viralen Genoms und seiner Proteine verbunden ist. Virusinfektionen halten ihren Replikationszyklus aufrecht, indem sie ein pro-oxidatives Milieu in der Wirtszelle fördern, und SARS-Cov2 scheint bei der Förderung dieses oxidativen Milieus äußerst effizient zu sein, wie Laborbefunde bei infizierten Patienten zeigen. In dieser Übersichtsarbeit werden Erkenntnisse erörtert, die oxidativen Stress und seine enge Verbindung mit dem Eisenstoffwechsel als zwei Schlüsselfaktoren für den Schweregrad von Covid-19 nahelegen.

Schlüsselwörter: Covid-19, Eisen, oxidativer Stress, Glutathion, Gesamtthiole, antioxidative Gesamtkapazität.

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